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Über den Autor

Über den Autor

Manfred Brill

Manfred Brill wurde 1949  in Pforzheim geboren. Sein Studium von 1971 bis 1976 an der Technischen Universität München und an der Ludwig-Maximilians-Universität in München hat er mit dem Staatsexamen für das Lehramt am Gymnasium in den Fächern Mathematik und Wirtschaftswissenschaften abgeschlossen. Von 1977 bis 2006 unterrichtete er an weiterführenden Schulen in Bayern, hauptsächlich an der Stätischen Reischleschen Wirtschaftsschule in Augsburg. Seit 1993 befasst er sich mit rationaler Philosophie, speziell mit Erkenntnistheorie. Insbesondere hat der Autor das Werk des Philosophen Karl Raimund Popper gründlich studiert. Seit 2003 arbeitet er an seinem Logik-Projekt.

Zwei mal zwei gleich vier ist Wahrheit.
Schade, dass sie leicht und leer ist.
Denn ich wollte lieber Klarheit
Über das, was voll und schwer ist.

Wilhelm Busch, aus dem Gedicht „Beruhigt“

Vorwort

 

02.05.2020
Die einen finden die Logik faszinierend. Andere lehnen sie entschieden ab. Wieder andere kümmern sich nicht um die Logik. Einige leiden an der Logik, so wie sie sich heute darstellt. Viele, die beruflich lehren, haben sehr vage Vorstellungen von der Logik. Aber logisches Denken ist ihnen wichtig und selbstverständlich. Oft wird das Wort „Logik“ als Synonym für das Wort „Vernunft“ gebraucht, was man aber nicht tun sollte. In der Geistesgeschichte gibt es Strömungen, in welchen die Leistungsfähigkeit der Logik überschätzt wird, beispielsweise die Scholastik des Mittelalters, der Positivismus des Wiener Kreises, die analytische Philosophie. Manche erwarten erst das Absolute von der Logik und nach der Enttäuschung meinen sie, die Logik und das logische Denken seien wertlos. Die Logik besitzt zwar Grenzen und Schwachstellen. Aber das ändert nichts daran, dass logisches Denken von großem Nutzen ist und dass bezüglich der Logik keine brauchbaren Alternativen bekannt sind.

Die Logik, die Lehre von den logischen Strukturen, soll eine moderne und ansprechende Form erhalten. Nicht nur die Wahrheitswerte der verschiedenen Aussagen sind relevant für die Logik. Eine herausragende Bedeutung haben beispielsweise Aussagen, welche den logischen Status eines wahren universellen Gesetzes besitzen. Der Schlüssel zum Verständnis der gültigen Schlussfolgerung liegt im logischen Gehalt der betreffenden Aussagen. Im vorliegenden Lehrbuch werden auch Probleme der Logik angesprochen: der Mythos von den Schlussregeln, der Mythos vom Axiomensystem, die Frage nach dem Axiomensystem der Logik, das Dogma von der Unmöglichkeit einer Beweisführung in der Logik, die Unmöglichkeit der absoluten Gewissheit, die Unterscheidung von realer Welt und virtuellen Welten, die Grenzen der Korrespondenztheorie der Wahrheit, die Untauglichkeit der Kohärenz als Wahrheitskriterium, der Subjektivismus und der Relativismus, dogmatische Schulen, die gehaltvolle Aussage ohne Wahrheitswert, die Unterscheidung von Plausibilität und Wahrheit, Defizite in Hinblick auf die Erkenntnistheorie, der Mythos vom induktiven Schließen, die zirkuläre Beweisführung, die Irrlehre von der materialen Implikation, die Unterscheidung von Sprachebenen. Ohne die Logik kann man ein bestimmtes fehlerhaftes System nicht überwinden. Einen besonderen Wert habe ich auf gute Beispiele gelegt. Zur besseren Lesbarkeit des Buchs befinden sich die Beweise für die Lehrsätze der Logik im Anhang 3.

 

 

       Statements des Autors

 

11.12. 2019
(1)  Eine attraktive und moderne Darstellung der Logik ist hiermit im Internet allgemein zugänglich, insbesondere als zusätzliches Angebot an hochbegabte Jugendliche. Leider kriegte das bisher die natürliche Intelligenz nicht mit und die künstliche Intelligenz kann damit nichts anfangen.
(2) Nach meiner langjährigen Arbeit an der Logik bin ich mittlerweile der weltweit führende Logiker. Das Blöde daran ist, dass es die Welt noch nicht weiß.
06.01.2020
Nach einem Besuch des Naturmuseums Augsburg zur CO2-Hypothese bezüglich der Klimaerwärmung: Die betreffende Mutmaßung erscheint mir angesichts des dürftigen Stands der Forschung als rechthaberisch, ja anmaßend.
12.02.2020
Ich habe die Arthur-Holly-Compton-Gedächtnisvorlesung noch einmal gelesen, die der Philosoph Karl Raimund Popper an der Washington University am 21.04.1965 gehalten hat. Diese hat den Titel „Of Clouds and Clocks“, in der deutschen Ausgabe „Über Uhren und Wolken: Zum Problem der Rationalität und der Freiheit des Menschen“. In: Karl R. Popper, Objektive Erkenntnis: ein evolutionärer Entwurf, Hamburg 1993, S. 214 bis S. 267
Es handelt sich um eine großartige Argumentation gegen den physikalischen Determinismus, welcher als Folge der unglaublich erfolgreichen Newtonschen Himmelsmechanik in Mode kam. Dieses problematische Weltbild leugnet die menschliche Möglichkeit des schöpferischen Arbeitens ebenso wie die menschliche Fähigkeit frei und wohlüberlegt Entscheidungen zu treffen.
Ohne das Lebenswerk Poppers, insbesondere seine Beiträge zur Erkenntnistheorie, schmälern zu wollen möchte ich freimütig erwähnen, dass ihm seine verschiedenen Beiträge zur Logik (an anderer Stelle) leider alle misslungen sind. Auf Einzelheiten möchte ich hier nicht eingehen.